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| Die Rochen fressen mir aus der Hand
Donnerstag, 16. Juni 2011, 14.14 Uhr
"Entschuldigung, ich bin ein bisschen platt. Ich war gestern Abend auf einer Party an Bord des Bootes, mit dem Guppy vertäut ist, und es war so lustig, daß ich lange geblieben bin. Seit zwei Tagen liege ich in einer Bucht [Opunohu Bucht] auf Moorea (tahitianisch für Gelbe Eidechse). Das ist nur ein paar Stunden von Tahiti entfernt, aber trotzdem eine ganz andere Welt. Moorea ist in etwa so groß wie Texel, ist aber vulkanischen Ursprungs und sehr bergig. Es gibt hier nur einen Weg, die um die ganze Insel herumführt und Straßennamen gibt es hier auch nicht. Es leben hier sowieso nur 16.000 Menschen. Und obwohl es hier ein schönes Ressort mit kleinen Häusern auf Pfählen im Wasser gibt, kommen wie mir scheint nur wenige Touristen hierher. Die würden sich hier prächtig amüsieren können. Ich selbst bin gestern an einer Stelle gewesen, wo sich zahme Stachelrochen und Schwarzpunkthaie versammeln. Sie schwimmen genau auf einen zu. Die Rochen - etwa einen bis eineinhalb Meter groß - habe ich gefüttert, aber von den Haien habe ich mich lieber ferngehalten. Danach bin ich auf einem megagroßen Segelschiff, das etwas weiter weg vor Anker liegt, zu Besuch gewesen. Es hatte einen Whirlpool auf dem Achterdeck und - für mich viel wichtiger - eine große Segelmachernähmaschine. Mein Großsegel musste nämlich repariert werden. Ich habe aber immer noch nicht die leiseste Ahnung, wie lange ich hier bleiben und was ich heute tun werde. Ich lasse einfach alles auf mich zukommen. Ganz sicher werde ich hier Tauchen gehen, denn auf Moorea scheint es eines der schönsten Tauchreviere der Erde zu geben. Das Wasser ist hier glasklar. Anfangs war das beim Segeln etwas beängstigend. Ich habe zwar einen Tiefenmesser an Bord, ein paar Mal bekam ich trotzdem fast einen Herzanfall, da es so aussah, als käme der Meeresgrund immer näher. Solch ein klares Wasser hat natürlich auch seine Vorteile: man sieht sofort, wenn etwas Großes mit vielen Zähnen auf einen zuschwimmt, hahaha... Grüße, Laura"
Übersetzung aus dem Niederländischen. Mit freundlicher Genehmigung des Algemeen Dagblad, Rotterdam www.ad.nl |