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Woche 13
10/03/2011 5:27 am

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''Skypen' gibt mir manchmal das Gefühl, gar nicht von zu Hause weg zu sein'

Donnerstag, 18. November, 15.10 Uhr

"Ich hoffe, in wenigen Stunden Sao Nicolau, eine kleine Insel der Kapverdischen Inseln, zu erreichen. Wieder bin ich ein paar hundert Meilen weiter weg von zu Hause. Jedoch habe ich nicht dauernd dieses Gefühl, da ich regelmäßig Besuch bekomme und allerlei Kommunikationseinrichtungen an Bord habe. Zum Beispiel das Satellitentelefon, mit dem ich - mit etwas Verzögerung zwar - weltweit telefonieren kann. Daneben habe ich UKW-Sprechfunk an Bord. Auf See passiert es nicht zu oft, daß man anderen Schiffen begegnet, und dann ist es ganz nett, ein wenig plaudern zu können. Des Weiteren habe ich noch ein Mobiltelefon, für das ich jeweils dort, wo ich an Land gehe, eine SIM-Karte für das lokale Telefonnetz kaufe. Mit einer solchen Karte muß ich nicht für die Kosten von aus den Niederlanden eingehenden Gesprächen aufkommen. Zu guter Letzt habe ich in den Häfen meistens einen ausreichenden Internetzugang. Ich kann mailen und 'skypen' (Bildtelefon über Internet), und auf diese Weise habe ich meinen Hund Spot schon ein par mal sehen können. Wenn er meine Stimme hört, fängt er an zu bellen und sucht mich überall, da er nicht wirklich versteht, wo ich bin. Ich begreife ganz gut, daß ich es in Bezug auf die Kommunikation viel leichter habe als meine Eltern während ihrer Weltreise. Sie mußten ellenlange Briefe schreiben und sind sofort zur nächsten Telefonzelle gerannt wenn sie - manchmal nach mehreren Wochen auf See - mal wieder an Land waren. Es ist zwar schön, manchmal aber auch seltsam, Tag und Nacht erreichbar zu sein. Mit 'Skype' kann ich den Leuten ins Wohnzimmer gucken, und dann ist es fast so, als ob ich dort wäre. Das gibt mir manchmal das Gefühl, gar nicht weg zu sein. Aber ich habe bisher noch nie das Bedürfnis verspürt, durch den Bildschirm in die Niederlande zu gehen. Sicher nicht jetzt, da es dort so kalt und naß ist, brr... Viva Afrika! Laura"

Übersetzung aus dem Niederländischen. Mit freundlicher Genehmigung des Algemeen Dagblad, Rotterdam www.ad.nl
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