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Anmeldung: 09 / 08 / 2011 Themen: 6 Beiträge: 4
 OFFLINE | 2. Spieltag (23. 10. 2011)
SC Kevelaer II - Concordia Viersen I 2 : 6
Am zweiten Spieltag der Bezirksliga spielten wir beim zweiten Wieder-Aufsteiger, der zweiten Mannschaft des SC Kevelaer. Der Mannschaftskampf, im schönen Spiellokal unter dem Dach der städtischen Begegnungsstätte, war einigermaßen unterhaltsam; am Ende wurde es einseitig, da war nur noch die Frage offen, wie hoch wir gewinnen. Das Ergebnis, denke ich, geht in Ordnung.
Die Gastgeber traten in Stammbesetzung an. Bei uns war Michael Oehlers nicht dabei, dafür komplettierte wieder Michael Hartges die Mannschaft.
Michael war es auch, der wieder den Punktereigen eröffnete – diesmal nur mit einem halben Punkt.
(Brett 8) Michael Horst – Michael Hartges ½ : ½
Die Partie zwischen den zwei Michaels begann munter, dann verflachte sie bald. Es wurden ziemlich viele Figuren getauscht, übrig blieb ein Leichtfigurenendspiel mit langen Bauernketten auf dem Brett, das war dann ziemlich eindeutig remis.
(Brett 6) Ferdinand Laarmans – Ralph Bemba 0 : 1
Ralph legte die Partie sehr geduldig an, verzichtete auf einen frühen Bauerngewinn, den er mit einer möglicherweise verfrühten Öffnung der Stellung bezahlt hätte, und setzte statt dessen auf eine langsame Entwicklung. Erst im Endspiel gewann Ralph schließlich einen Mehrbauern und erreichte eine Stellung, aus der heraus er auf Gewinn spielen konnte. Sein Gegner spielte aber noch geduldiger und am Ende einen Tick zu geduldig – im 38. oder 39. Zug überschritt er die Zeit.
(Brett 3) Christoph Hollender – Stefan Simons ½ : ½
Nach der Eröffnung zögerte ich einen Figurenabtausch so lange heraus, bis mein Gegner die Initiative ergriff und einen anderen, für ihn günstigen Abtausch erzwang. Danach bekam ich kein aktives Spiel mehr, baute mir nur eine solide Verteidigung auf und gab mich damit zufrieden, als mein Gegner Remis anbot.
(Brett 4) Gottfried Faust – Michael Gerndorf 0 : 1
Michael überspielte seinen Gegner nach und nach, gewann einiges Material und führte die Partie schließlich mit einer hübschen Schlußpointe zum Sieg.
(Brett 1) Michael Glinzk – Richard Valenta 1 : 0
Michael benötigte etwas Zeit, um sich den Gegner und die Stellung „zurechtzulegen”. Im Mittelspiel gewann er mittels einer Mattdrohung die Qualität; das genügte, um anschließend ins Endspiel abzuwickeln. Mit einem weiteren taktischen Schlag sicherte Michael sich dann den Sieg.
Beim Zwischenstand von 4 : 1 liefen nun noch drei Partien, und eigentlich sahen alle drei gut aus.
(Brett 7) Wilfried Rahn – Robin Winkels ½ : ½
Wilfried spielte heute eine der spektakuläreren Partien. Ausgangs der Eröffnung gewann er einen Bauern; damit wollte er sich aber nicht zufrieden geben und opferte in den nächsten Zügen Material für Angriff auf die schwarze Königsstellung. Der Angriff schlug nicht ganz wie gewünscht durch, und so hatte Wilfried zwischenzeitlich einen Turm weniger auf dem Brett und einige Probleme zu lösen. Es gelang ihm aber, die Spannung aufrecht zu erhalten, und irgendwann bekam er das Material wieder zurück. Im Endspiel gewann er noch einen Mehrbauern, der letztlich aber nicht reichte, um die Partie zum Sieg zu führen. Immerhin genügte das Remis, um unseren Mannschaftssieg zu zementieren.
(Brett 2) Eberhard Horlemann – Armin Thelen 0 : 1
Armin stand nach der Eröffnung ziemlich zusammengedrängt und nicht wirklich erfreulich. Als sein Gegner ihm aber unbeabsichtigt die Gelegenheit ließ, sich zu befreien, wendete Armin das Blatt. Eine offene Linie und ein weit vorgerückter Freibauer waren seine wichtigsten Waffen. Damit erreichte Armin die Abwicklung in ein Endspiel mit Qualitäts-Vorteil, das er sicher verwertete.
(Brett 5) Egon Klaus – Herbert Holtappels ½ : ½
Egon spielte eine Partie fürs Kuriositäten-Kabinett. Schon in der Eröffnung begann sein Gegner, sehr langsam zu spielen, bis er nach gut 20 Zügen nur noch 3 Minuten Bedenkzeit auf der Uhr hatte. Den Rest bis zur Zeitkontrolle blitzte er dann in weniger als einer Minute herunter! Nach dem 40. Zug wiederholte sich dasselbe Spiel. Egon nutzte dies, um in einer weitgehend geschlossenen Stellung einen klaren Positionsvorteil zu erlangen. Die Stellung sah stark danach aus, daß es irgendwo einen Gewinnweg geben müßte – Egon fand aber keinen. Am Ende ließ er „Fair Play” walten und bot Remis an, kurz bevor sein Gegner die Zeit überschritt.
So endete der Mannschaftskampf mit 6 : 2 für uns. Keine Verlustpartie, ein klares Ergebnis – und bei alledem blieb das Gefühl, daß das noch nicht das Ende der Fahnenstange ist, daß wir noch mehr erreichen können.
Das nächste Spiel der 1. Mannschaft ist am Sonntag, 20. November 2011, ein Heimspiel gegen die Schachfüchse Kempen. |