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Saison 2011/2012 Bezirksklasse Mitte
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Saison 2011/2012 Bezirksklasse Mitte
09/22/2011 5:45 am

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Grefrather SV - Concordia Viersen II   3½ : 4½


Zum Saisonauftakt der Bezirksklasse spielten wir auswärts in Grefrath. Unser letztes Gastspiel in Grefrath war fast auf den Tag genau vier Jahre her, aufgrund der besonderen Umstände damals aber allen Beteiligten noch lebhaft in Erinnerung.

In unserer Aufstellung fehlte Chuong, für ihn spielte Joachim. Wer bei den Grefrather Gastgebern als Stammspieler gilt, ist mir nicht ganz klar, jedenfalls war es eine respektable Mannschaft, die zum ersten Spiel seit dem Aufstieg in die Bezirksklasse antrat.

Die Partien ließen sich zunächst langsam an, in der ersten Stunde geschah nichts spektakuläres. Nach knapp zwei Stunden stand das erste Ergebnis, dem in der dritten Stunde nur ein weiteres folgte. Erst als die Partien sich der Zeitkontrolle nach vier Stunden näherten, beschleunigten sich die Ereignisse.

(Brett 7)   Harald Brando – Wilko Wöhler   1 : 0
Daß Harald als Erster seine Partie beendet, ist fast schon Tradition. Im Mittelspiel kassierte Harald hier und da ungedeckt herumstehende Bauern ein. Im Endspiel nutzte er dann die Chance, als die schwarze Dame sich zu einem vermeintlichen Angriff an den Brettrand zog, und jagte den schwarzen König mit einem Schachgebot nach dem nächsten von g8 nach h4, wo er ihn mattsetzte.

(Brett 3)   Norbert Weibes – Rene Schroiff   ½ : ½
Norbert nahm in der Eröffnung einen Gambit-Bauern mit. Danach mußte er auf einem schmalen Grat wandeln, und als er einmal ein Tempo verschenkte, geriet er prompt in die Defensive. Der beste Ausweg, den Norbert fand, war es, daß er sich durchtauschte bis in ein Leichtfigurenendspiel mit einem Minusbauern und schlechterer Stellung. Überraschend bot sein Gegner dann Remis an, was Norbert dankend annahm.

(Brett 8)   Martin Tack – Joachim Schmäck   1 : 0
Joachim stand nach der Eröffnung gedrückt und brauchte einige Zeit, um sich aus der beengten Stellung zu befreien. Das gelang schließlich und brachte ihm sogar einen Mehrbauern ein. Sein Gegner behielt jedoch einen Freibauern auf der a-Linie, den Joachim sträflich unterschätzte. Das wurde teuer – es kostete ihn einen Turm und die Partie.

(Brett 5)   Reinhold Schneider – Rolf Gartz   1 : 0
Reinhold brachte uns wieder in Führung. Mit einem schön vorgetragenen Angriff durch die Mitte setzte er seinen Gegner so unter Druck, daß der sich nur noch mit Verzweiflungs-Opfern zu helfen wußte. Die verzögerten das Ende aber nur wenig, und Reinhold krönte seine Partie mit einem zweizügigen Matt.

(Brett 1)   Wolfgang Rothkugel – Marc Kersebaum   1 : 0
Wolfgang bewies heute, daß er nicht nur am 8. Brett gewinnen kann, sondern auch am 1., und sorgte mit seinem Sieg für die Vorentscheidung. Aus der Eröffnung heraus entwickelte Wolfgang einen so starken Angriff, daß sein Gegner nach langem Nachdenken schließlich eine Figur gegen zwei Bauern gab, um die Schärfe aus der Stellung zu nehmen. Im Verlauf des Mittelspiels eroberte Wolfgang die Bauern zurück und vergrößerte seinen Materialvorteil weiter. Schließlich erzwang er den Damentausch, das versprengte Häuflein der verbliebenen schwarzen Figuren konnte nichts mehr ausrichten, und den Rest ließ der Grefrather Spieler sich nicht mehr zeigen.

(Brett 6)   Helmut Holz – Herbert Caumanns   ½ : ½
Herberts Partie stand die ganze Zeit über ausgeglichen. Sein Gegner suchte auf verschiedenen Wegen die Initiative, doch Herbert verteidigte seine Stellung ordentlich und ließ nichts anbrennen. Als die Zeitnotphase vorbei war und Herbert zudem einen (praktisch wertlosen) Mehrbauern erobert hatte, kam es endlich zum Remisschluß.

Damit führten wir 4 : 2, der erste Mannschaftspunkt war gesichert. Und bei zwei brauchbaren bis guten Stellungen in den letzten beiden Partien sollte es auh für einen Mannschaftssieg reichen.

(Brett 2)   Dominik Douteil – Andreas Wilschrey   1 : 0
Andreas hatte den ersten „Matchball”, den er leider vergab. Gegen den stärksten Spieler der Grefrather Mannschaft hielt er gut mit. Sein Gegner opferte im Mittelspiel eine Figur für zwei Bauern, um die Stellung vor Andreas´ König zu öffnen, Andreas gab im richtigen Moment das Material zurück und erhielt so ein ausgeglichenes Turmendspiel. Ein Remis wäre das logische Ergebnis gewesen, aber in der Kombination, mit der Andreas zum Remis abwickeln wollte, war ein Loch, und der Grefrather Spieler stellte seine Qualitäten unter Beweis und fand den Gewinnweg.

(Brett 4)   Günter Schmitz – Jürgen Cohnen   ½ : ½
Somit fiel Jürgen in der letzten noch laufenden Partie die Aufgabe des Vollstreckers zu. Jürgen gewann im Mittelspiel einen Mehrbauern, fand danach aber keinen Weg, um seinen Vorteil zu vergrößern, und wickelte in ein Doppelläuferendspiel ab. Mit einem vorgerückten Freibauern hatte hatte Jürgen die besten Aussichten, aber die Verwertung des Vorteils war schwierig, und schließlich ließ er den Gegner doch ins Remis entkommen.

So stand am Ende ein knapper, aber nie ernsthaft gefährdeter Sieg; wir haben die ersten Punkte nach Hause gebracht. Das nächste Spiel dürfte schwerer werden.

Das nächste Spiel der 2. Mannschaft ist am Sonntag, 9. Oktober 2011, ein Heimspiel gegen den Bezirksliga-Absteiger SC Rochade Krefeld I.
Zitat   
10/19/2011 11:56 am

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2. Spieltag  (9. 10. 2011)

Concordia Viersen II - SG Rochade Krefeld I   2 : 6


Die vorige Saison endete damit, daß unsere 1. Mannschaft 6 : 2 gegen SG Rochade Krefeld I gewann. Das führte zum Abstieg der Krefelder, und heute durfte unsere Zweite die Sache ausbaden: Gegen den Bezirksliga-Absteiger und angehenden Wieder-Aufsteiger SG Rochade gab es eine Niederlage in genau derselben Höhe.

Das hat jetzt nichts mit „ausgleichender Gerechtigkeit” oder dergleichen zu tun. Die Krefelder haben einfach die bessere Mannschaft, und das Endergebnis war im Rahmen des Erwartbaren.

Beide Mannschaften traten in Bestbesetzung an, oder vielmehr, beide Mannschaften traten nicht in vollzähliger Bestbesetzung an: Bei den Gästen fehlte Rainer Grunenberg, bei uns Chuong, so daß es kampflos mit 1 : 1 losging.

(Brett 2)   Andreas Wilschrey – Rainer Grunenberg   1 : 0 (kl)

(Brett 3)   Jan Berg – Chuong Lee   1 : 0 (kl)

Ansonsten tat sich in der ersten Stunde nicht viel. In der zweiten Runde zeichneten sich die ersten Entscheidungen ab, nach zweieinhalb Stunden Spieldauer war die erste Partie beendet, die nächsten folgten in einem einigermaßen gleichmäßigen Rhythmus, und nach vier Stunden war alles vorbei.

(Brett 1)   Thomas Ruprecht – Wolfgang Rothkugel   ½ : ½
In einer kampfbetonten Partie – Wolfgang opferte nacheinander einen Bauern, einen Läufer und Turm gegen Springer, um die Stellung vor dem weißen König zu öffnen – bot Wolfgang mitten im Getümmel Remis an. Thomas Ruprecht, der wohl stärkste Spieler in unserer Liga, lehnte ab. Wolfgang blieb aber am Drücker, setzte korrekt fort und erzwang wenig später Remis durch Dauerschach.
Wolfgang dankt Sebastian Vettel, der heute früh um halb zehn die Formel-1-Weltmeisterschaft gewann und damit für die beste Motivation sorgte.
Leider hatte der Rest der Mannschaft nicht schon vor dem Frühstück den Fernseher eingeschaltet, oder ließ sich von diesem Ereignis nicht in gleicher Weise inspirieren ...

(Brett 4)   Norbert Weibes – Friedel Zenke   0 : 1
Norberts Partie stand eigentlich immer ausgeglichen, bis ins Turmendspiel, das entgegen der allgemeinen Weisheit „Turmendspiele sind immer Remis” irgendwann nicht mehr Remis war. Oder genauer: Nach ausgeglichener Eröffnung und ausgeglichenem Mittelspiel landete Norbert in einem vermutlich immer noch ausgeglichenen Turmendspiel, ließ dann aber zu, daß sein Gegner die Stellung öffnete, mit seinem Turm eindrang und am Königsflügel die Bauern „rasierte”, während Norberts entfernter Freibauer am Damenflügel nicht von der Stelle kam, so daß letztlich das Turmendspiel mit zwei Minusbauern nicht mehr Remis war.

(Brett 5)   Volker Kowalewski – Jürgen Cohnen   1 : 0
Jürgen machte schon in der Eröffnung einen Fehler, den sein Gegner aber nicht konsequent zu einer frühen Entscheidung nutzte. Nachdem er sich einigermaßen konsolidiert hatte, preschte Jürgen im Mittelspiel etwas zu forsch vor, was später dazu führte, daß sein Turm am Königsflügel eingeklemmt wurde und ohne Kompensation verloren ging.

(Brett 6)   Reinhold Schneider – Ralf Knickrehm   0 : 1
Reinhold geriet im Mittelspiel nach und nach in die Defensive. Schließlich ging ein Bauer verloren, und in der folgenden Abwicklung wurden zwei weitere Bauern so schwach, daß Reinhold sie auch nicht mehr halten konnte.

(Brett 7)   Siegmund Böhm – Herbert Caumanns   ½ : ½
Herbert war nach der Eröffnung unglücklich über seinen Läufer, der hinter den eigenen Bauern eingemauert stand. Dabei blieb es auch bis zum Turmendspiel mit ungleichfarbigen Läufern, das Remis war, und nachdem Herbert endlich einen Bauern vorschieben und den Läufer befreien konnte, war es immer noch Remis.

(Brett 8)   Harald Brando – Bernd Ramrath   0 : 1
Harald ging nach ausgeglichener Eröffnung am Königsflügel zu forsch vor, was dazu führte, daß seine Dame auf vollem Brett in eine ausweglose Lage geriet. Mit Turm und Springer gegen Dame im Nachteil versuchte Harald noch Gegenspiel zu bekommen, doch sein Gegner agierte sehr vorsichtig, vereitelte alles und setzte sich schließlich im Endspiel durch.

Unsere „Fankurve” war heute wieder dabei, diesmal mit Fritz, Joachim und Christoph.

Das nächste Spiel der 2. Mannschaft ist am Sonntag, 23. November 2011, ein Auswärtsspiel beim Lokalrivalen Schachfreunde Süchteln II.
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