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Anmeldung: 09 / 08 / 2011 Themen: 6 Beiträge: 4
 OFFLINE | Grefrather SV - Concordia Viersen II 3½ : 4½
Zum Saisonauftakt der Bezirksklasse spielten wir auswärts in Grefrath. Unser letztes Gastspiel in Grefrath war fast auf den Tag genau vier Jahre her, aufgrund der besonderen Umstände damals aber allen Beteiligten noch lebhaft in Erinnerung.
In unserer Aufstellung fehlte Chuong, für ihn spielte Joachim. Wer bei den Grefrather Gastgebern als Stammspieler gilt, ist mir nicht ganz klar, jedenfalls war es eine respektable Mannschaft, die zum ersten Spiel seit dem Aufstieg in die Bezirksklasse antrat.
Die Partien ließen sich zunächst langsam an, in der ersten Stunde geschah nichts spektakuläres. Nach knapp zwei Stunden stand das erste Ergebnis, dem in der dritten Stunde nur ein weiteres folgte. Erst als die Partien sich der Zeitkontrolle nach vier Stunden näherten, beschleunigten sich die Ereignisse.
(Brett 7) Harald Brando – Wilko Wöhler 1 : 0
Daß Harald als Erster seine Partie beendet, ist fast schon Tradition. Im Mittelspiel kassierte Harald hier und da ungedeckt herumstehende Bauern ein. Im Endspiel nutzte er dann die Chance, als die schwarze Dame sich zu einem vermeintlichen Angriff an den Brettrand zog, und jagte den schwarzen König mit einem Schachgebot nach dem nächsten von g8 nach h4, wo er ihn mattsetzte.
(Brett 3) Norbert Weibes – Rene Schroiff ½ : ½
Norbert nahm in der Eröffnung einen Gambit-Bauern mit. Danach mußte er auf einem schmalen Grat wandeln, und als er einmal ein Tempo verschenkte, geriet er prompt in die Defensive. Der beste Ausweg, den Norbert fand, war es, daß er sich durchtauschte bis in ein Leichtfigurenendspiel mit einem Minusbauern und schlechterer Stellung. Überraschend bot sein Gegner dann Remis an, was Norbert dankend annahm.
(Brett 8) Martin Tack – Joachim Schmäck 1 : 0
Joachim stand nach der Eröffnung gedrückt und brauchte einige Zeit, um sich aus der beengten Stellung zu befreien. Das gelang schließlich und brachte ihm sogar einen Mehrbauern ein. Sein Gegner behielt jedoch einen Freibauern auf der a-Linie, den Joachim sträflich unterschätzte. Das wurde teuer – es kostete ihn einen Turm und die Partie.
(Brett 5) Reinhold Schneider – Rolf Gartz 1 : 0
Reinhold brachte uns wieder in Führung. Mit einem schön vorgetragenen Angriff durch die Mitte setzte er seinen Gegner so unter Druck, daß der sich nur noch mit Verzweiflungs-Opfern zu helfen wußte. Die verzögerten das Ende aber nur wenig, und Reinhold krönte seine Partie mit einem zweizügigen Matt.
(Brett 1) Wolfgang Rothkugel – Marc Kersebaum 1 : 0
Wolfgang bewies heute, daß er nicht nur am 8. Brett gewinnen kann, sondern auch am 1., und sorgte mit seinem Sieg für die Vorentscheidung. Aus der Eröffnung heraus entwickelte Wolfgang einen so starken Angriff, daß sein Gegner nach langem Nachdenken schließlich eine Figur gegen zwei Bauern gab, um die Schärfe aus der Stellung zu nehmen. Im Verlauf des Mittelspiels eroberte Wolfgang die Bauern zurück und vergrößerte seinen Materialvorteil weiter. Schließlich erzwang er den Damentausch, das versprengte Häuflein der verbliebenen schwarzen Figuren konnte nichts mehr ausrichten, und den Rest ließ der Grefrather Spieler sich nicht mehr zeigen.
(Brett 6) Helmut Holz – Herbert Caumanns ½ : ½
Herberts Partie stand die ganze Zeit über ausgeglichen. Sein Gegner suchte auf verschiedenen Wegen die Initiative, doch Herbert verteidigte seine Stellung ordentlich und ließ nichts anbrennen. Als die Zeitnotphase vorbei war und Herbert zudem einen (praktisch wertlosen) Mehrbauern erobert hatte, kam es endlich zum Remisschluß.
Damit führten wir 4 : 2, der erste Mannschaftspunkt war gesichert. Und bei zwei brauchbaren bis guten Stellungen in den letzten beiden Partien sollte es auh für einen Mannschaftssieg reichen.
(Brett 2) Dominik Douteil – Andreas Wilschrey 1 : 0
Andreas hatte den ersten „Matchball”, den er leider vergab. Gegen den stärksten Spieler der Grefrather Mannschaft hielt er gut mit. Sein Gegner opferte im Mittelspiel eine Figur für zwei Bauern, um die Stellung vor Andreas´ König zu öffnen, Andreas gab im richtigen Moment das Material zurück und erhielt so ein ausgeglichenes Turmendspiel. Ein Remis wäre das logische Ergebnis gewesen, aber in der Kombination, mit der Andreas zum Remis abwickeln wollte, war ein Loch, und der Grefrather Spieler stellte seine Qualitäten unter Beweis und fand den Gewinnweg.
(Brett 4) Günter Schmitz – Jürgen Cohnen ½ : ½
Somit fiel Jürgen in der letzten noch laufenden Partie die Aufgabe des Vollstreckers zu. Jürgen gewann im Mittelspiel einen Mehrbauern, fand danach aber keinen Weg, um seinen Vorteil zu vergrößern, und wickelte in ein Doppelläuferendspiel ab. Mit einem vorgerückten Freibauern hatte hatte Jürgen die besten Aussichten, aber die Verwertung des Vorteils war schwierig, und schließlich ließ er den Gegner doch ins Remis entkommen.
So stand am Ende ein knapper, aber nie ernsthaft gefährdeter Sieg; wir haben die ersten Punkte nach Hause gebracht. Das nächste Spiel dürfte schwerer werden.
Das nächste Spiel der 2. Mannschaft ist am Sonntag, 9. Oktober 2011, ein Heimspiel gegen den Bezirksliga-Absteiger SC Rochade Krefeld I. |