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Japan machtlos gegen Natur
03/11/2011 6:21 pm

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Mega-Erdbeben und Tsunami in Japan

Japan ist von einer der schlimmsten Katastrophen seiner Geschichte heimgesucht worden. Ein schweres Beben löste einen Tsunami aus. Die Zerstörungen sind immens. Die Regierung rief Atomalarm aus.


Die größte Naturkatastrophe in der Geschichte Japans hat vermutlich mehr als 1000 Menschen in den Tod gerissen. Nach einem Erdbeben der Stärke 8,9 und einem davon ausgelösten Tsunami wurden allein in der Hafenstadt Sendai 200 bis 300 Leichen gezählt, wie die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die örtliche Polizei meldete. Die Regierung rief Atomalarm aus, die Anwohner eines Reaktors in Fukushima wurden in Sicherheit gebracht. Experten sprachen von der Möglichkeit einer drohenden Kernschmelze.


Der Boden geriet am Freitag gegen 14.45 Uhr Ortszeit (06.45 Uhr MEZ) in heftige Bewegung. Das Zentrum des Bebens lag 24,4 Kilometer unter dem Meeresboden, 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai und knapp 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tokio. An der Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu fielen daraufhin Gebäude wie Kartenhäuser zusammen, ein gigantischer Tsunami riss Autos, Häuser und Menschen mit, Fabriken explodierten.

Strom- und Telefonnetz zusammengebrochen
In Sendai und Umgebung überflutete eine zehn Meter hohe Welle sämtliche Küstengebiete, den Hafen ebenso wie zahlreiche Fischerdörfer. Die Behörden riefen die Küstenbewohner auf, sich in höher gelegene Gebiete oder in obere Stockwerke zu retten. Lastwagen, Gebäude und Menschen wurden von dem Tsunami verschlungen. In Sendai leben etwa eine Million Menschen. Im Fernsehen war zu sehen, wie die Flutwelle Schiffe, Lastwagen, Autos und Trümmer vor sich her in die Stadt schob. Flüsse traten über die Ufer. Auch wurde nach Polizeiangaben ein Schiff mit rund 100 Menschen an Bord fortgespült.

Regierung löst Atomalarm aus
Nach Angaben der Zuggesellschaft East Japan Railway wurde der Zugverkehr im Nordosten Japans zu großen Teilen eingestellt. Betroffen waren sowohl der Schnellzug Shinkansen als auch lokale Zugverbindungen. Auf den Straßen bildeten sich lange Staus, an den Bahnhöfen strandeten massenweise Pendler. Viele Menschen trugen Helme aus Angst vor herabstürzenden Gegenständen. Mehrere Nachbeben hielten die Bewohner in Atem. "Es war wie auf einem großen Dampfer mitten im Sturm", sagte der Schweizer Designer Oliver Reichenstein in Tokio. Wenn man das dreizehnte, vierzehnte und fünfzehnte Mal durchgerüttelt wird, ist man schon zittrig."

Ministerpräsident Naoto Kan rief Atomalarm aus. Zwar wurden alle Anlagen in der betroffenen Region sofort automatisch heruntergefahren. Das Erdbeben führte dennoch zu Störfällen in zwei Atomkraftwerken. Drei Kilometer rund um das Atomkraftwerk Fukushima wurden etwa 2000 Anwohner aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. In einem Gebiet bis zu zehn Kilometern Entfernung sollten die Bewohner in ihren Häusern bleiben, wie der Rundfunksender NHK berichtete.

AKW Fukushima droht Kernschmelze
Nach Experteninformationen aus Japan lief die Notkühlung eines Reaktors in Fukushima nur noch im Batteriebetrieb. Die Batterien lieferten nur noch Energie für wenige Stunden, erklärte die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) in Köln unter Verweis auf japanische Angaben. "Im allerschlimmsten Fall droht dann eine Kernschmelze", sagte GRS-Sprecher Sven Dokter. Was genau passieren könne, sei aber aufgrund der unklaren Lage noch nicht zu beurteilen.

Der Greenpeace-Reaktorexperte Heinz Smital erklärte, selbst ein abgeschaltetes Atomkraftwerk erzeuge noch so viel Nachwärme, dass man eine Kernschmelze nur dann verhindern könne, wenn die Kühlung sichergestellt sei. Ein Feuer in einem Turbinengebäude des Atomkraftwerk Onagawa wurde nach einigen Stunden gelöscht. Die Betreibergesellschaft erklärte, dass keine radioaktive Strahlung ausgetreten sei.

US-Streitkräfte sollen helfen
Bundeskanzlerin Angela Merkel, die EU und US-Präsident Barack Obama boten Japan rasche Hilfe an. Japan bat die USA um Einsatz der im Land stationierten US-Streitkräfte. Außenminister Guido Westerwelle erklärte, die Kommunikation mit dem Katastrophengebiet sei sehr schwierig. Im Nordosten Japans leben etwa 100 Bundesbürger, so Westerwelle. Hinweise auf deutsche Opfer gab es bisher nicht. Rund um den Pazifik wurden Tsunami-Warnungen ausgelöst.

Das Pazifische Tsunami-Zentrum in Los Angeles warnte die Bewohner der gesamten Pazifikküste von Alaska bis Chile vor einer drohenden Flutwelle. Auf Taiwan und Hawaii blieb der befürchtete Tsunami aber aus. Auch für Indonesien, für die Philippinen und Russland war Tsunamialarm ausgerufen worden. Das Beben ist nach Einschätzung von Forschern mit dem Tsunami im Dezember 2004 in Südostasien vergleichbar. Es sei zwar nicht ganz so groß, aber von ähnlichen Ausmaßen, sagte der Seismologe Michael Weber vom Deutschen Geoforschungszentrum in Potsdam. Über Monate hinweg kann es auch noch schwere Nachbeben mit Stärken bis zu 8 geben.
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03/11/2011 6:23 pm

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Ein verheerendes Erdbeben hat den Nordosten Japans erschüttert und meterhohe Tsunami-Wellen ausgelöst. Nach dem Beben gaben die japanischen Behörden eine Tsunami-Warnung aus. Eine zehn Meter hohe Flutwelle erreichte ldie japanische Hafenstadt Sendai. Fernsehbilder zeigten, wie an der Ostküste des Landes Autos und Schiffe von den Wassermassen mitgerissen wurden.

So entstand der Tsunami

Das Sandai-Erdbeben vor Japan löste einen Tsunami aus. Was aber ist die Ursache für das Beben und wie konnte die Monsterwelle so gewaltig werden?

Japan liegt an der geologischen Bruchzone der tektonischen Platten von Nordamerika und Eurasien sowie der Phillippinischen und Pazifischen Platte.

Die Platten bewegen sich mehrere Zentimeter im Jahr aufeinander zu.
Das Sendai-Beben vor Japan wurde durch eine Plattenüberschiebung verursacht.
Mit einer Geschwindigkeit von 83 mm im Jahr schob sich die Pazifische Platte unter die Nordamerikanische und die Eurasische Platte. Eine Reihe von Vorbeben zeigten die Plattensubduktion bereits vor dem 11.März an. Am Vormittag diesen Tages löste ein Beben der Stärke 8,9 etwa 370 km nordöstlich vor Tokio einen Tsunami aus, der große Teile Japans überschwemmte.

Auf dem Meer bemerkt man eine solche Monsterwelle kaum. Erst vor der Küste erreicht sie ihre gewaltige Höhe und Geschwindigkeit. Im Gegensatz zu normalen Wellen bewegen sich bei Tsunamis das gesamte Wasservolumen.

Die sogenannte Grundwelle schiebt sich in Richtung Küste. Dort ist das Meer flacher, weswegen sich die Welle als Folge ihrer Geschwindigkeit auftürmt. Die Amplitude der Welle kann dabei unglaubliche Höhen annehmen. Der Tsunami vor Japan erreichte sechs bis zehn Meter bevor er Schiffe und Autos mitriss und die Küste unter sich begrub.

Die Riesenwelle bewegt sich aber nicht nur in eine Richtung, weswegen andere Pazifikländer wie die Phillippinen und Südkorea sich auf das Schlimmste vorbereiten.


Tsunami erreicht die US-Küste
Das Erdbeben und der Tsunami in Japan haben die Pazifikstaaten in Alarmbereitschaft versetzt. Die Warnungen reichten von Russland über Indonesien bis an die gesamte Westküste der USA und Südamerikas.


- Nach dem verheerenden Erdbeben in Japan haben die ersten Wellen des ausgelösten Tsunamis das amerikanische Festland erreicht. Sie wurden um 07.30 Uhr Ortszeit (16.30 Uhr MEZ) entlang der Küste des Staats Oregon registriert, wie das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik in Honolulu mitteilte. Bereits Stunden zuvor waren die Menschen über Sirenen aufgefordert worden, niedrig gelegene Gebiete zu verlassen. Nach Angaben des Wetterdienstes werden einige der mit rund zwei Metern größten Wellen nahe Crescent City in Kalifornien erwartet. In Oregon, Kalifornien und Washington wurden Einwohner in Küstennähe in Sicherheit gebracht. In Alaska löste der Tsunami an der Küste der Insel Shemya rund 1.900 Kilometer südwestlich von Anchorage eine etwa 1,5 Meter hohe Welle aus.

- Auf die US-Inseln Hawaii traf der Tsunami am frühen Freitagmorgen. Die Flutwelle prallte nach Fernsehberichten zunächst auf die Küste der Insel Kauai. Über das Ausmaß gab es zunächst keine Berichte. In der Nacht waren die Menschen in den niedrig gelegenen Gebieten der Hawaii-Inseln aufgerufen worden, sich in Sicherheit zu bringen. Gäste in Hotels wurden in höhere Stockwerke gebracht.

- Am frühen Samstagmorgen hat die Tsunami-Welle die Nordküste von Neuseeland erreicht. Dort wurde ein um 15 bis 20 Zentimeter höherer Wasserstand gemessen. Der Zivilschutz teilte mit, das Wasser könne an einigen Orten um bis zu einen Meter steigen. Die Menschen sollten sich von den Stränden fernhalten. Evakuierungen waren jedoch nicht vorgesehen. Das Erdbeben in Japan hatte die Flutwelle ausgelöst.


Zwei-Meter-Wellen erreichen US-Küste
Der Tsunami im Pazifik hatte an einigen Stellen der US-Küste noch immer eine höhe von bis zu zwei Metern. In kalifornischen Häfen kam es zu Schäden. Ein Mann wurde vermisst.


Nach dem schweren Beben in Japan haben Tsunami-Wellen an der kalifornischen Küste Schäden angerichtet. Der nordkalifornische Ort Crescent City wurde von über zwei Meter hohen Wellen getroffen. "Über 30 Boote im Hafen wurden beschädigt, Anlegestellen sind zu Bruch gegangen", sagte Joe Young von der örtlichen Katastrophenbehörde. Mehr als 4000 Einwohner seien in der Nacht vorsichtshalber in Sicherheit gebracht worden. Nach einem Beben 1964 waren in Crescent City elf Menschen in einer Flutwelle ums Leben gekommen.

Auch im Hafen von Santa Cruz, südlich von San Francisco, gingen zahlreiche Boote zu Bruch. Die Flutwellen drückten Jachten in die Holzstege, Boote wurden losgerissen und trieben führerlos im Hafenbecken. Tausende Schaulustige ignorierten Warnungen der Behörden und schauten sich das Naturspektakel entlang der Küste an. An einem Strand in Nordkalifornien wurden drei Männer von einer Welle ins Meer gerissen, berichtete der Radiosender KCBS. Zwei konnten sich an Land retten, einer wurde zunächst vermisst.

Für die gesamte Westküste der USA war schon in der Nacht eine Tsunami-Warnung herausgegeben worden. Einwohner in besonders gefährdeten Küstenabschnitten wurden aufgerufen, in höher gelegenen Regionen Schutz zu suchen. Einige Küstenstraßen, Strände und Häfen wurden vorsichtshalber gesperrt. Der Tsunami hatte bereits zuvor die zu den USA gehörenden Hawaii-Inseln erreicht. So wurden nach Angaben des Senders CNN im Norden von Maui fast zwei Meter hohe Fluten gemessen. Nach ersten Berichten gab es dort aber keine größeren Schäden.
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