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Empirische Sozialforschung Klausurhilfen
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Empirische Sozialforschung Klausurhilfen
02/22/2011 4:56 am

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Anmeldung: 02 / 22 / 2011
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Klausurfragen Empirie

Kann man Definitionen empirisch prüfen und falsifizieren?
- Nein

Wie ist der Informationsgehalt einer Aussage definiert?
- Maß für Realitätsbezug einer Aussage
- Zahl der potentiellen Falsifikatoren, also der Beobachtungen die die Aussage wiederlegen
- Konfirmatoren stützen die Aussage

Wann kann eine Implikation nach den Regeln der Aussagenlogik falsch sein?
Formulieren Sie ein Beispiel für eine Implikation.
...

Ordnen Sie die folgenden Aussagen in aufsteigender Reihenfolge nach ihrem Informationsgeahlt!
a) Menschen sind Nutzenmaximierer
b) Wenn Jugendliche eine extrovertierte Persönlichkeitsstruktur aufweisen, dann haben sie einen größeren Freundeskreis als introvertierte Jugendliche
c) In Hamburg lebten am 30.06.1994 genau 1.111.345 Personen
d) Alle Gesellschaften sind funktional differenziert
Welchen Informationsgehalt hat aussage b) ?

Antwort:
b) Informationsgehalt: 0 (können 0 mal wiederlegt werden) ← Tautologie ← Definition
c)
d)
a)


Welchen Einfluss haben ceteris-paribus-Bedingungen auf den Informationsgehalt einer Wenn-Dann-Aussage?
Wenn-Komponente spezialisiert, die Bedingungen müssen immer gleich sein (… unter sonst gleichen Bed) (empirisch nicht prüfbar)
der Informationsgehalt wird extrem deutlich verkleinert (liegt nahe 0), die Aussage ist extrem schwer zu falsifizieren
das ist eine Immuniesierungsstrategie gegen Wiederlegung

Was ist der Unterschied zw Hypohesen und Gesetzten?
Gesetzte sind empirisch bewährt, Hypthesen nicht

Nennen Sie je ein unstrittiges Beispiel aus den Sozial- u Wirtschaftswisenschaften für Variablen mit den folgenden Messniveuas (nicht zulässig als Beispiel für intervallskalierte Daten sind Beispiele für Temperaturmessungen)
Nominalskala: Geschlecht, Vereinzugehörigkeit, Parteizugehörigkeit, Nationalität
Ordinalskala: Schichtzugehörigkeit, Bewertungen, alle Grade, Rangordnugen
Intervallskala: Alter , IQ
Ratioskala: Einkommen, BIP

Wie werden Placebo- u Versuchsleiterffekte in Experimenten kontrolliert?
- Doppelblinddesign (Versuchsleiter weiß nicht welche Art der Behandlung erfolgt, Probanden wissen es auch nicht)

Mit welchen zwei Verfahren könen die Mitglieder für Kontroll- und Experimentalgruppen rekrutiert werden?
1. Verfahren: Matching
(bewusstes Auswählen bestimmter Merkmale die für Untersuchung …)
(Bsp: „Zwillige bilden“ gleiche Merkmale (Personen) auf beiden Seiten (Probanden,Placebo/Nichtplacebo))
2. Verfahren: Randomisierung
Welches der beiden Verfahren ist das bessere und warum?
Antwort: Randomisierung
Begründung:
Zufällige Auswahl ist immer besser als bewusstes Zuordnen, da sich die unabhängige Varibale damit gleichmäßig verteilt, aufgrund der zufälligen Verteilung der Versuchsperonen auf Experimental- u Kontrollgruppe.

Wovon ist die Wahrheitsfähigkeit einer Aussage abhängig?
logische Struktur eines Satzes (bestimmt durch Junktoren und Quantoren)
verwendete Begriffe

Was sind analytische Aussagen?
Analytische Aussagen sind nicht kontingent. Sie sind aufgrund von Logik immer wahr oder immer falsch. Bsp: „Alle Junggesellen sind unverheiratet.“

Was sind die Analyseobjekte in der quantitativen Sozialforschung?
Kollektive oder Gruppen
strukturelle Effekte
soziale Regelmäßigkeiten


Was meint „Messen als strukturtreues Abbilden“?
Relationen der Objektmenge müssen in der Symbolmenge erhalten bleiben, so dass man Objekte entsprechend dieser Eigenschaften unterscheiden oder auch ordnen kann.
→ jeder Messung ist eine Konstruktion die auf Entscheidungen basiert und sich nicht zwingend aus den Eigenschaften von Untersuchungsobjekten ergibt.
Messbedingungen sollen für alle Untersuchungsobjekte möglichst identisch sein.

Zitat   
02/22/2011 4:13 pm

NEWBIE


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Hey Colja
Hier ist die Musterlösung. Natürlich ohne Gewähr. Danke an Moritz an dieser Stelle

Empirie 1. Klausurfragen

(1)     Kann man Definitionen empirisch prüfen und falsifizieren?
- Nein! Weil Definitionen definitionsgemäß synonymische Umformungen sind.

(2)     Wie ist der Informationsgehalt einer Aussage definiert?
- Durch die Zahl , die potenziellen Falsifikationen einer Aussage widerlegt

(3)     Wann kann eine Implikation nach den Regeln der Aussagenlogik falsch sein?
     Formulieren Sie ein Beispiel für eine Implikation!
–     Implikation= Wenn- Dann Aussage
–     Wenn die Bedingung zutrifft, die Schlussfolgerung aber nicht zutrifft ist die Implikation nach den Regeln der Aussagelogik falsch.
–     Beispiel : Wenn man pünktlich zum Bus kommt,- ihn aber doch verpasst

(1)     Ordnen Sie die folgenden Aussagen in aufsteigender Reihenfolge nach ihrem Informationsgehalt
          a )Menschen sind Nutzenmaximierer
          b ) Wenn Jugendliche eine extrovertierte
          Persönlichkeitsstruktur aufweisen, dann haben sie einen größeren                Freundeskreis als introvertierte Jugendliche.
          c )In Hamburg lebten am 30.6. 1944 genau 1.111.345 Personen
          d ) Alle Gesellschaften sind funktional differenziert

Welchen Informationsgehalt hat Aussage b?

→ Aussage b, hat den Informationsgehalt 0, da es eine Tautologie ist

Reihenfolge: b (Tautologie), c (Deskriptiv, numerisch begrenzt), d (Aussage),a (Aussage)

(2)     Welchen Einfluss haben ceteris-paribus-Bedingungen auf den Informationsgehalt einer Wenn- Dann-Aussage?
→ Die Aussagen sind extrem schwer zu falsifizieren, kaum eine Möglichkeit die Wenn- Dann Aussage zu widerlegen. Informationsgehalt verhält sich asymptotisch gegen 0 durch die ceteris-paribus Klausel (Immunisierung gegen Falsifikation!)

(3)     Was ist der Unterscheid zwischen einer Hypothese und einem Gesetz?
→ Gesetz: ist empirisch nicht falsifizierbar
→ Hypothese: wird versucht als falsch darzustellen, empirisch (widerlegen)
            Wenn sie aber nicht falsifizierbar ist, dann hat sie sich bewährt und erlangt             Gesetzesstatus


(4)     Nennen Sie je ein unstrittiges Beispiel aus den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften für Variablen mit den folgenden Messniveaus (nicht zulässig als Beispiele für intervallskalierte Daten sind Beispiele für Temperaturmessungen)
• Nominalskala          → Geschlecht, Zugehörigkeit, Nationalität, Partei
• Ordinalskala          → Zufriedenheit, Bewertungsskala, Rangordnung
• Intervallskala          → Alter, Intelligenzquotient
• Ratioskala               → Einkommen


(5)     Wie werden Placebo- und Versuchsleitereffekte in Experimenten kontrolliert?
→ Doppelblinddesign: Weder Versuchsleiter noch Probanden haben Kenntnis darüber, ob Probanden der Kontroll- oder der Versuchsgruppe angehören.

(6)     Mit welchen zwei Verfahren können die
     Mitglieder für Kontroll- und
     Experimentalgruppen rekrutiert werden?
     1. Verfahren:
     2. Verfahren:
     Welches der beiden Verfahren ist das bessere und warum?
→ Matching und Randomisierung:

–     Beim Matching werden nur vorher festgelegte Variablen kontrolliert, d.h. andere Einflüsse werden eventuell nicht berücksichtigt  Verfälschung des Ergebnisses
–     Randomisierung ist besser, da die Verteilung der Probanden auf die verschiedenen Gruppen zufällig erfolgt. Es kann mit den Wahrscheinlichkeitstheorien gearbeitet werden.


(1)     Wovon ist die Wahrheitsfähigkeit einer Aussage abhängig?
→ Von den verwendeten Begriffen und deren Junktoren (Verbindungen) und Quantoren.

(2)     Was sind analytische Aussagen?
→ Diese sind so formuliert, dass man sie aufgrund ihrer Struktur nicht empirisch prüfen muss um wahr/falsch raus zu finden- da offensichtlich!
z.B. Kontradiktion und Tautologien (Immer richtig /bzw. falsch)

(3)     Was sind Analyseobjekte in der quantitativen Sozialforschung?
→ kollektive und/oder soziale Regelmäßigkeiten


(4)     Was meint „ Messen als strukturtreues Abbilden“?
→ Empirische Relation von Merkmal und Träger wird so abgebildet das relevante Daten und Relationen erhalten bleiben


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