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27. September 2011
10/02/2011 10:33 am

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Tja, und dann verließ mich der Wind endgültig... und darum werfe ich den kleinen Motor an, und zum ersten Mal seit der Abfahrt aus Darwin steuere ich 'Guppys' Nase in die richtige Richtung. Ich hole alle Segel ein und rolle die Genua ein. Aber... Moment mal, warum will sich die Genua denn nicht einrollen lassen? Oh nein... Der einzige Grund, den ich mir denken kann, ist, daß sich die Schot der Genua im Vorstag verfangen hat. Da es aber es mitten in der Nacht ist, kann ich das Problem selbst mit Hilfe meines Scheinwerfers nicht finden. Na ja, heute Nacht wird wohl kein Wind mehr kommen, daher kann das Problem ruhig bis morgen warten. Früh am nächsten Morgen stehe ich bereits wieder auf dem Vordeck in der brütend heißen Sonne - nicht ein Lüftchen weht, um mich etwas abzukühlen -, und starre nach oben, während ich so lange an der Genua und dem Fall zerre, bis alles wieder dort ist, wo es hingehört. Nachdem ich das Fall gut festgezurrt habe, scheint das Problem gelöst zu sein. Dann strecke ich mich im Cockpit aus und genieße die aufgehende Sonne - im Schatten, wohlgemerkt! Dieser komische, treibende 'Sand', dem ich schon in der Arafurasee begegnet bin, treibt auch jetzt wieder um mich herum; große, gelbbraune Felder, die das endlose Blau des Meeres unterbrechen... Und das, wo ich 'Guppys' Rumpf doch gerade blitzblank geputzt hatte! Davon abgesehen ist die See ein einziger, großer Spiegel ohne ein Anzeichen von Wind. Es wird wohl ein heißer Tag werden...

Laura
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