Page 1 / 1
27. Juni 2011
10/02/2011 9:34 am

Moderator
Administrator
Senior Forum Expert


Regist.: 10/01/2011
Topics: 433
Posts: 7
Ich bin unterwegs nach Niue. Der Wind und die Wellen sahen so toll aus bei meiner Abfahrt, aber so wie meistens, verfluchte ich sie nach ein paar Stunden schon wieder. Die kurzen, steilen Wellen fingen an, mir auf die Nerven zu gehen, aber das hörte später auf; vielleicht hatte ich mich schon daran gewöhnt? Segeln ist immer eine Art Hassliebe, 90 % davon sind nicht schön, aber die restlichen 10 % entschädigen einen doppelt und dreifach, und es ist dann wirklich alle Mühe wert. Der Wind weht mit einer Geschwindigkeit von 10 Knoten [18,5 km/h] genau von achtern, was keine ideale Windrichtung für eine Ketsch [Zweimaster] ist. 'Guppy' läuft im Augenblick nur 4,5 Knoten [8,3 km/h], was nicht wirklich die Geschwindigkeit ist, die ich eigentlich von 'Guppy' gewöhnt bin - aber ich muß das akzeptieren. Es liegen drei Inseln auf meinem Kurs, und die erste, Maupiti, habe ich schon passiert. Die restlichen zwei sind eigentlich zwei zu viel, da es faktisch zwei super-flache Atolle sind, die man nicht sehen kann bevor man auf ihnen aufgelaufen ist! Aber vor mir in weiter Ferne segelt eine andere Jacht auf dem gleichen Kurs, und sollte die nicht untergehen, wird dieser Kurs auch für mich klargehen, Hi Hi. Ich versuche, diese Jacht einzuholen, aber das klappt noch nicht so richtig, und sie ist die ganze Zeit in der Alarmzone meines Radargerätes. Das Lustige ist, daß ich jetzt mal eine Insel besuchen werde, auf der meine Eltern mit ihrem Boot [auf ihrer Weltumsegelung] nicht gewesen sind. Daher hoffe ich, nicht wieder die vielen Fragen meines Vaters beantworten zu müssen: "Steht das ... noch? Lebt ... noch dort? Wie sieht es dort jetzt aus?" Na ja, manchmal ist das schon ganz witzig.

Laura
Quote   
Page 1 / 1
Login with Facebook to post
Preview