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22. August 2011
10/02/2011 10:20 am

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Während ich im Eingang zum Cockpit sitze, halte ich ein Fischerboot, das schon den halben Tag lang 2 Seemeilen [3,7 Kilometer] hinter mir fährt, im Blick. Endlich sehe ich auf dem Radar, daß das Schiff sich langsam entfernt. Plötzlich geht der Alarm für die 'Zone 1' los! Wie kann das sein? Ein Boot muß doch zuerst durch 'Zone 2', und dieser Alarm ist nicht losgegangen... Auf dem Radar kann ich nur einen langen Strich sehen, und kurz darauf wieder dasselbe - aber dieses Mal sehe ich auch den Grund dafür. Es ist ein niedrig fliegendes Flugzeug des Zolls. 'Sailing ketch, Sailing ketch...' höre ich über UKW-Funk. Das bin ich... Es ist schon das zweite Mal, daß ein Flugzeug des Australischen Zolls über mich hinwegfliegt. Das ist hier völlig normal. Sie fragen einen nach dem Namen des Bootes und einigen weiteren Daten. Unerkannt in Australische Gewässer zu segeln scheint praktisch unmöglich zu sein. Da ich alle Daten bereits während der Durchfahrt durch die Torres Straße durchgegeben hatte, muß ich nur den Namen meines Bootes angeben; den Rest kennen sie bereits. Nach einem kurzen, netten Gespräch mit Ihnen, wobei sie mir noch eine gute Reise wünschen, dreht das Flugzeug wieder ab, und 'Guppy' segelt in die Nacht hinein. Ich habe letzte Nacht gut schlafen können da hier etwas weniger Schiffsverkehr herrscht, und daher fühle ich mich heute viel besser als gestern. Das ist auch dringend nötig, denn der nächste Hindernislauf wartet schon auf mich... Ich muß 100 Seemeilen [185 Kilometer] zwischen Sandbänken mit enormen Strömungen hindurchsegeln bei einem Tidenhub von gut sieben Metern...

Laura
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