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15. Mai 2011
10/02/2011 9:09 am

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Klapper... meine Intuition, die jedes Geräusch des Bootes unfehlbar erkennt, weckt mich auf. Da ist ein anderes, unbekanntes Geräusch. Klapper, klapper, seufz... raus aus dem warmen Bett - wenn irgendwas passiert, dann ist das natürlich immer nachts - und die Windfahne kontrollieren. Hmm, die Edelstahlöse, die die Rolle hielt, durch welche die Seile zur Ruderpinne laufen, ist abgebrochen, aber mit einem Stück Seil und ein bisschen Improvisation komme ich gut klar, und kurze Zeit später funktioniert das Ganze wieder. Auf dem Niedergang am Kajüteneingang bleibe ich noch eine Weile stehen um den beinah vollen Mond, welcher einen geheimnisvollen Schein auf die Wellen wirft, anzuschauen, als plötzlich eine unerwartet hohe Welle über Guppy rollt und ich rückwärts den Niedergang hinunterfalle. Auf halbem Weg durch die Kajüte komme ich zum Stillstand; ein heftiger Schmerz kommt von meinem Fuß, der wie verrückt blutet. An meiner Fußsohle sitzt eine große, tiefe Wunde. Nachdem ich ein paar Mal durch die Kajüte gehumpelt bin und den Fuß verbunden habe, ist der Boden der Kajüte mit Blutstropfen und -streifen bedeckt. Na ja, das passt zu Guppy, und es ist meine Lieblingsfarbe... Solange ich nicht auf dem Fuß stehe, ist der Schmerz erträglich, daher übe ich fleißig, wie ein Flamingo auf einem Bein zu stehen. Wieder eine neue Erfahrung, die zeigt, wie unvorhersehbar das Segeln doch ist.

Laura
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