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14. August 2011
10/02/2011 10:15 am

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Es weht noch immer ein kräftiger Wind schräg von achtern, und ich schwanke noch immer ob ich das Genua ausbaumen soll oder nicht. Damit halte ich mich noch eine Weile beschäftigt. Die Dünung hat auch zugenommen und es gibt gelegentlich Kreuzseen. Heute Morgen spülte wie aus heiterem Himmel eine riesige Welle über uns, wodurch das ausgebaumte Genua zur Seite geschlagen wurde und das Cockpit auf seiner tief liegenden Seite völlig unter Wasser gesetzt wurde. Es lagen ein paar Sachen im Cockpit herum, Badetücher, Bücher, Tassen und viele Dinge, die ich nächste Woche schmerzlich vermissen werde. Ich hoffe nur, daß Neptun seinen Spaß damit haben wird! In diesem Moment als es passierte saß ich in der Kabine und wurde auf die tief liegende Seite geworfen. Aber die Windfahne bekam alles sofort wieder unter Kontrolle, so als wäre überhaupt nicht passiert. Jedoch frage ich mich no0ch immer, was diese riesige Welle wohl verursacht haben könnte. Davon abgesehen läst alles großartig, 'Guppy' fliegt nur so über die Wellen. Sie läuft noch immer mit 7 Knoten [13 km/h], wodurch die Torres Straße schnell näher kommt. Ich habe deswegen ziemlich gemischte Gefühle. Ich werde den schönen Pazifik und damit eine wichtige Etappe hinter mir lassen und ein neues Kapitel meiner Reise beginnen. Ich werde dann wahrscheinlich für 48 Stunden nicht schlafen können, und ich bin neugierig, wie die Torres Straße wirklich ist nachdem ich so viel über sie gelesen habe. Es sind noch 700 Seemeilen [1296 Kilometer] bis zu den ersten Riffen, genug Zeit also, um meiner Fantasie noch ein paar Tage freien Lauf zu lassen.

Laura
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