| 10/02/2011 10:14 am |
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Regist.: 10/01/2011 Topics: 433 Posts: 7
| Endlich - nach fünf Tagen des Umhertreibens habe ich wieder Wind! Die Regenböen, die den ganzen Tag drohend am westlichen Horizont aufzogen, fingen am Abend plötzlich an, mit einem Höllentempo auf 'Gup' zuzustürmen. Ich habe schnell den Besan niedergeholt und das Genua eingerollt, und bevor ich noch irgendetwas tun konnte, wurden wir von einer kräftigen Bö getroffen, wodurch sich unsere Geschwindigkeit bis auf fast 8 Knoten [15 km/h] erhöhte. Und das allein mit dem Großsegel! Der Wind schien danach - nachdem er fünf Tage geschlafen hatte - noch ein wenig aus der Übung zu sein, denn er drehte in alle Richtungen. Aber nach der halben Nacht stabilisierte er sich und weht jetzt aus Süd-Südost. Dadurch haben wir den Wind schräg von achtern und laufen - rasen! - unter Vollzeug. 'Guppy' läuft mit 7 Knoten [13 km/h] auf einem schnurgeraden Kurs, wodurch ich nur zweimal die Windfahne nachzustellen hatte. So ist Segeln echt mega-geil! Ich habe mir auch zum ersten Mal auf dieser Etappe unsere bisher zurückgelegte und die noch zu segelnden Strecken angesehen. Der Eingang zur Torres Straße ist bereits weniger als 1000 Seemeilen [1852 Kilometer] entfernt! Jedoch werde ich dort wahrscheinlich nur sehr wenig Mondlicht haben - schade. Letzte Nacht war Vollmond, und trotz des bewölkten Himmels war es sehr hell.
Laura |
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